Die menschlichen Grundängste

Aus der Lektüre des Buches „die sieben Archetypen der Angst“ ( Varda Hansemann und Frank Schmolke) habe ich viel über meine eigenen Ängste gelernt. Dabei half es mir auch sehr, diese zeichnerisch umzusetzen. In der Regel liegt eine Kombination zweier Urängste vor. Der betroffene Mensch bewegt sich zwischen dem Pluspol der Angst, einer Maske, die gesellschaftlich anerkannt ist , und dem Minuspol, der ihm selbst und seiner Umgebung unangenehm auffällt. Schauen sie einmal, wo sie ihre eigenen Ängste bzw. ihren Aspekt der Zahnarztangst wieder erkennen, oder die Ängste ihrer Kinder:

  • Die Angst vor dem Versagen

    Diese Urangst ist die Angst, dem Dasein mit all seinen Herausforderungen und Anforderungen nicht gewachsen zu sein und die das vorhandene Potenzial leugnet. Menschen mit Selbstverleugnung sind bescheidend (Pluspol)bis unterwürfig (Minuspol).

    Die Autoren beschreiben drei Typen:

    1. Das Mauerblümchen: Das stille Wasser. Es ist ganz besonders schüchtern, traut sich nicht zu, sich zu zeigen und wird deshalb nicht gesehen. Nur nicht auffallen!

    2. Die gute Seele: Sie ist so bescheiden und so lieb, weil sie sich unfähig fühlt, für die eigenen Belange einzustehen, sich zu behaupten oder sich zu wehren. Sie will immer Frieden und Harmonie.

    3. Das fleißige Lieschen: Es kompensiert die Angst zu versagen durch unermüdliche Fleißarbeit und selbstlosen Arbeitseinsatz und bemüht sich um Perfektion in allen Aspekten des Lebens.

    Wird die Angst transformiert, wird das Potenzial hinter der Selbstverleugnung befreit, nämlich die eigene Stärke und Kompetenz.

  • Die Angst vor Lebendigkeit:

    Selbstsabotage ist der Versuch, keine unkontrollierte Lebenslust in sich und seiner Umgebung aufkommen zu lassen. Darüber verlernt er die einfache Fähigkeit, sich seines Lebens zu freuen. Die Betroffenen sind aufopfernd (Pluspol) bis selbstzerstörend (Minuspol).

    Drei Typen dieser Angst:

    1. Der Spielverderber: Er verdirbt sich und anderen die Freude am unbeschwerten Augenblick durch Bemerkungen, die die Atmosphäre zerstören.
    2. Der Griesgram verbreitet schlechte Laune, er ist mürrisch und pessimistisch. Immer hatte etwas zu kritisieren. Selten kann man ihm etwas recht machen.
    3. Der Trauerkloß fordert seinen Mitmenschen auf, mit dem Mitleid zu haben Er kann immer etwas Trauriges oder Schlimmes erzählen. Es geht ihm niemals gut zu.

    Wird die Angst transformiert, wird das große Potential an Lebensfreude befreit.

  • Die Angst vor Wertlosigkeit:

    Der Märtyrer stellt seinen Wert und den seiner Existenz in Frage. Er lebt mit der fixen Vorstellung, dass nur das Empfinden von Schuld sein Leben lebenswert macht bzw. dass er durch selbstloses Verhalten sein Dasein rechtfertigen m aus. Er handelt selbstlos (Pluspol) bis selbstbestrafend (Minuspol).

    Die 3 Typen dieser Angst:
    1. Der Sündenbock nimmt alle Schuld der Welt auf sich und bietet sich als jemand an, auf dem man herumtrampeln kann.
    2. Das Sonnenscheinen ist immer fröhlich und hilfsbereit und versucht, alle um sich glücklich und zufrieden zu machen.
    3. Das tapfere Schneiderlein versucht Übermenschliches zu vollbringen

    Wird diese Angst transformiert, erkennt der Märtyrer seinen eigenen Wert und lernt, für seine eigenen Bedürfnisse zu sorgen.

  • Die Angst vor dem Unberechenbaren:

    Bei dieser Urangst mit dem Merkmal Starrsinn geht es um das Bedürfnis der Seele nach Sicherheit. Der Starrsinnige hat Angst vor der Unberechenbarkeit des Lebens, vor Wandel , Veränderung und dem Ungewissen. Die Maßnahmen, die er entwickelt, um diese Angst zu bewältigen oder einzudämmen, lassen ihn entschlossen (Pluspol) bis starrsinnig (Minuspol) agieren.

    Drei Typen:
    1. Der Autonome: Sein Leben basiert auf der Vorstellung: „ Ich brauche nichts und niemanden. Ich verlasse mich nur auf mich selbst, dann gibt es keine Probleme mehr.“ Hinter seinem starken Unabhängigkeitsbestreben versteckt sich die Angst vor dem Verlassenwerden
    2. Der Sturkopf entwickelt für sich und seine Umwelt ein Lebenskonzept, das nicht geändert werden darf. Er stellt auch alle anderen unter seine „Gesetze“, und wehe, wenn sie es verletzen!
    3. Der Überlebenskünstler: Er setzt seine ganze Kraft dafür ein, alle Unwägbarkeiten und Unsicherheiten einfach aus dem Weg zu gehen. Er kommt mit allen und allem zurecht.

    Wird diese Angst transformiert, gewinnt der Starsinnige Vertrauen ins Leben und in seine Mitmenschen.

  • Die Angst vor Mangel:

    Diese Urangst mit dem Merkmal Gier beruht auf einem verstärktem Empfinden von Mangel, auch wo Mangel objektiv nicht festzustellen ist. Sie ist ein Phänomen der Beziehungen zur Außenwelt, vor allem auch zu den materiellen Aspekten des Lebens (Nahrung, Liebe, Ruhm, Wohlstand, Körpermerkmale…). Diese Menschen sind selbstzufrieden (Pluspol) bis unersättlich (Minuspol).

    Drei Typen:
    1. Der Vielfraß: Er beschäftigt sich unablässig mit dem Essen. Oder er hat einen unbezähmbaren Hunger nach Erfolg und und steht stets im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Er kann von nichts und niemandem genug bekommen.
    2. Der Geizhals: Ihm geht es um Nehmen und Bewahren. Seine Angst vor Mangel bewegt in dazu zu verbergen, was er besitzt.
    3. Der Habenichts versucht seine Angst vor Mangel vermeintlich nicht zu spüren, in dem er ihn halbbewusst herbeiführt. Am liebsten besitzt er gar nichts.

    Wird die Angst transformiert und erkennt der Gierige die Fülle im Leben, entwickelte er immer mehr Großzügigkeit mit sich und den anderen.

  • Die Angst vor Verletzung:

    Diese Urangst bewirkt, das jede geistige, psychische oder auch sinnliche Kränkung wie eine körperliche Verletzung empfunden wird. Zur Kompensation entwickelt der betroffene Mensch Hochmut. Er erscheint stolz (Pluspol) bis selbstgefällig (Minuspol).

    Drei Typen:
    1. Der Hochnäsige: Er lässt seine Mitmenschen bei jeder Gelegenheit spüren, dass er ihnen überlegen ist. Und er kehrt, so oft es geht, seine überragenden Qualitäten und Kenntnisse hervor, um die anderen kleinzumachen und kleinzuhalten.
    2. Der Racheengel: Er hortet solange seine Gefühle, die ihm aus Verletzungen erwachsen sind, bis er durch eine mindestens ebenso starke Kränkungen bzw. einen Racheakt das Gleichgewicht seiner Energien wiederherstellen kann.
    3. Das Sensibelchen: Es ist stolz darauf, so empfindlich zu sein. Es strahlt aus, das man mit ihm unendlich vorsichtig umgehen muss, und zieht sich sonst in eine Wattepackung zurück.

    Lernt ein Hochmütiger, seine Angst vor Verletzung zu transformieren, kann er wieder Nähe zu seinen Mitmenschen zulassen und verzeihende Liebe entwickeln.

  • Die Angst vor Versäumnis:

    Das Bedürfnis, seine begrenzte Lebensspanne intensiv zu nutzen, prägt die Einstellung des Ungeduldigen. Zeit erscheint ihm wie ein kostbares Gut, dass er nicht vergeuden darf. Gleichzeitig ängstigt er sich bei dem Gedanken, Zeit zu verlieren. Entsprechend ist er waghalsig (Pluspol) bis unduldsam (Minuspol).
    Drei Typen:
    1. Der Zappelphilipp: Er bewegt sich ständig, kann nicht stillsitzen, muss schaffen und tun. Er gönnt auch anderen keine Ruhe und macht seine Umgebung mit seiner Hektik nervös.
    2. Der Rennfahrer hat es immer eilig. Alles geschieht mit höchster, aber kontrollierter Geschwindigkeit und er wird rasend, wenn ihn jemand aufhält.
    3. Der Scheintote ist ständig erschöpft. Ihm werden die Aufgaben, die er sich zu bewältigen vorgenommen hat, bald zu viel. Er zieht dann die decke über seinen Kopf und fühlt sich wie gelähmt.


    Kann der betreffende Mensch sein Potential befreien, entwickelt er eine königliche Geduld.

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